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Im Dezember 2001 „Wer
an der Jugend spart, wird in Zukunft verarmen“ Liebe
Mitglieder, liebe Freunde des Kinderschutzbundes, wir
schauen auf ein Jahr zurück dessen Ereignisse uns alle tief bewegt haben und
die uns noch lange beschäftigen werden. An
drei Vormittagen und einem Nachmittag in der Woche bin ich für alle, die Rat,
Hilfe oder nur eine Auskunft möchten, in der Geschäftsstelle erreichbar. Von
der Sachspendenabgabe, der Babysittervermittlung über das Beratungsgespräch
bei Erziehungsproblemen bis hin zu akuten Kriseninterventionen konnte ich in den
vergangenen Monaten unmittelbar und unbürokratisch Familien unterstützen.
Mehrfach war der Kinderschutzbund auch bei Gewalt und Missbrauch erster
Ansprechpartner für Betroffene, aber auch für Nachbarn, Freunde oder
Verwandte, auf der Suche nach Hilfe. Unsere Beratungsstelle bietet hier ein eher
niederschwelliges Angebot. Ratsuchende können sich auch anonym über eventuelle
Lösungswege informieren. Ein
Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Begleitung von Familien durch die schwere Zeit
von Trennung und Scheidung. In Fällen, in denen Kinder gar keinen Kontakt mehr
zu einem Elternteil haben, versuchen wir über den Betreuten Umgang, diesen
wieder herzustellen. Durch begleitende und beratende Gespräche werden die
Eltern befähigt, auch den getrennten Partner als Elternteil wahrzunehmen und in
das Lebensumfeld der Kinder wieder mit einzubeziehen. Dies ist für das
„gescheiterte Paar“ oft ein sehr schwieriger und schmerzhafter Prozess, für
die gesunde seelische Entwicklung der Kinder aber unerlässlich. Bei der
Betreuung der Kinder, ihrer Väter und Mütter werde ich von vier ehrenamtlichen
Mitarbeiterinnen unterstützt. Wichtig
für meine gesamte Arbeit in der Beratungsstelle ist der regelmäßige und
intensive Austausch mit allen Mitarbeitern des Kinderschutzbundes und der
Vorstandschaft, allen voran den drei Vorsitzenden. Der
Vielfältigkeit unserer Arbeit in einem engagierten Team zu begegnen, macht
nicht nur sehr viel Freude, sondern
bringt auch Erfolge.“ Es
ist uns ein Anliegen unseren ehrenamtlichen sowie hauptamtlichen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu danken. Ohne ihren engagierten Einsatz wäre
unsere Arbeit zum Wohl der Kinder nicht möglich. Seit
der Übernahme der Beratungsgespräche durch Frau Bieder können wir Vorsitzende
uns noch intensiver auf organisatorische Aufgaben und auf Öffentlichkeitsarbeit
konzentrieren. Die
Zusammenarbeit mit Frau Bieder ist durch ihre engagierte, offene und freundliche
Art für das Kinderschutzbund-Team und die Hilfesuchenden sehr angenehm. Durch
ihre Fachkompetenz ist sie eine Bereicherung für den Kinderschutzbund. Bei
der Familiensprechstunde und dem angeschlossenen Kleiderladen sind Frau Bieder,
eine Vorsitzende oder eine ehrenamtliche Mitarbeiterin Ansprech-partner. Nach
wie vor werden Familiensprechstunde und Kleiderladen gut besucht. Dank der
vielen Spenden aus der Bevölkerung ist der Kleiderladen meist gut bestückt. Im
vergangenen Jahr konnten wir sehen, dass vermehrt auch junge deutsche Mütter
kommen, um unseren Rat und unsere Unterstützung zu suchen. Die
Hausaufgabenbetreuung, an der Schillerschule geleitet von Frau Storz und an der
Wilhelmschule von Frau Pauker-Pajewski, ist seit Jahren ein wichtiger Bereich
unseres Angebots und eine nicht mehr wegzudenkende Institution des Schulalltags
in Tuttlingen. Für
die vor allem ausländischen Kinder des Innenstadtbereiches ist der wöchentliche
Spielnachmittag eine wichtige Anlaufstelle. Unser Erzieher Daniel Schmidt, der
seit drei Jahren hier verantwortlich ist, legt großen Wert darauf,
Ansprechpartner für die Kinder und Jugendlichen zu sein. Von den Betreuern wird
viel Geduld und Einfühlungsvermögen gefordert, vor allem bei der Durchführung
von Beschäftigungen, die Ruhe und Konzentration verlangen. Der
Minitreff, der im vergangenen Jahr starken Zuspruch hatte, ist ein beliebtes
Angebot bei jungen Eltern. Bis zu 15 Kinder werden in unseren Räumen zweimal
die Woche am Vormittag liebevoll betreut. Diese Zeit können die Eltern nutzen,
um wichtige Besorgungen zu machen. Fester
Bestandteil unseres jährlichen Programms ist die Beteiligung beim Stadtfest,
der Ausflug für die Kinder von Hausaufgabenbetreuung und Spielnachmittag und
Aktionen zum Weltkindertag. Zum
vierten Mal führten wir in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule einen
Babysitterkurs durch. Acht Mädchen und ein Junge sind jetzt stolze Besitzer
eines Babysitter-Zertifikates. Gemeinsam
mit Caritas und Ev. Kinder- und Jugenddorf konnten wir im September Fr. Kodjoe
zu einem Vortrag gewinnen, mit dem immer wichtiger werdenden Thema „Wie Eltern
bleiben bei Trennung und Scheidung?“ In
Kooperation mit der Volkshochschule fanden zwei Vorträge statt, mit den Themen:
„Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom“ und „Sinnvoller Umgang mit Medien“. Zum
Thema „Gewalt gegen Frauen“ wurden zwei Veranstaltungen organisiert.
Beteiligte waren Frauenhaus, Phönix, Frauenarbeit der Ev. Kirche,
Gleichstellungsbeauftragte der Stadt und Kinderschutzbund. Zum
Abschluss möchten wir uns bei allen Mitgliedern und Freunden, bei Stadt und
Landkreis und bei den Amtsgerichten und dem Landgericht für die ideelle und
finanzielle Unterstützung im vergangenen Jahr ganz herzlich bedanken. Unseren
ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken wir
sehr herzlich für ihren engagierten und tatkräftigen Einsatz. Nur
durch diese Unterstützung war es uns möglich, für viele Kinder eine
Verbesserung ihrer Lebenssituation zu erreichen. Wir
wünschen Ihnen eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit und ein friedvolles
neues Jahr. Für
das Kinderschutzbund-Team Dr. Anneliese Schwab, Bärbel Tapal,
Beate Waizenegger |
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